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Medieninformation vom

Breites Bündnis legt gemeinsames Visionspapier vor

Leitstellen der Zukunft: Stark im Verbund, sicher vor Ort

Ein breites Bündnis aus DRK-Landesverbänden, Landesfeuerwehrverband, Landkreistag, Städtetag sowie AOK Baden-Württemberg, der IKK classic und dem Verband der Ersatzkassen, vdek-Landesvertretung Baden-Württemberg stellt ein gemeinsames Visionspapier für die Weiterentwicklung der Leitstellenstruktur in Baden-Württemberg vor – mit einem Appell an das Land, die Leitstellenstruktur mitzugestalten.

Für eine noch schnellere, verlässlichere und effizientere Versorgung

Wer in Baden-Württemberg einen Notruf wählt, landet in einer Integrierten Leitstelle (ILS) – zuständig für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Rund um die Uhr werden hier - vom medizinischen Notfall bis zum Großbrand - alle eingehenden Anrufe beurteilt und die notwendigen Rettungsmaßnahmen in die Wege geleitet und koordiniert.
Die ständige Weiterentwicklung der Technik, der zunehmende Fachkräftemangel, aber auch extreme Unwetterlagen und wachsende Cyberbedrohungen sorgen dafür, dass die Anforderungen an moderne Leitstellen steigen. Um diese rechtzeitig fit für die Zukunft zu machen, hat nun eine breite Allianz aus den beiden DRK-Landesverbänden, dem Landesfeuerwehrverband, dem Landkreistag, dem Städtetag sowie der AOK Baden-Württemberg, der IKK classic und dem Verband der Ersatzkassen, vdek-Landesvertretung Baden-Württemberg ein gemeinsames Visionspapier zur Weiterentwicklung der Leitstellenstruktur in Baden‑Württemberg vorgelegt.

Stärker durch Vernetzung

Ziel des gemeinsamen Visionspapiers ist es, die Leitstellen des Landes intelligent zu vernetzen. Es sollen regionale Verbünde aus drei bis fünf Leitstellen gebildet und einheitlich ausgestattet werden. Durch diese Verbundstrukturen können moderne Technik, Server‑ und Kommunikationssysteme gemeinschaftlich genutzt und aufeinander abgestimmt werden. Das erhöht die Ausfallsicherheit, reduziert Schnittstellenprobleme und ermöglicht eine standortunabhängige Anrufannahme und Disposition.

Wesentlich ist dabei, dass die Vor-Ort-Verankerung der Leitstellen erhalten bleiben kann. Lokale Leitstellenstandorte und damit die Handlungsfähigkeit der Stadt- und Landkreise im Katastrophenfall bleiben auch in den größeren Verbünden gewährleistet. Bei der Weiterentwicklung wird an bestehende Strukturen der Gefahrenabwehr angeknüpft und damit ein schneller Personalaufwuchs bei entsprechender Gefahren- oder Schadenslage ermöglicht. Die bisherigen Aufgaben in den Leitstellen werden in modernisierten Strukturen weitergeführt.

Organisch wachsen im Takt der natürlichen Investitionszyklen

Neben einer zuverlässigeren Versorgung der Bevölkerung bietet das Modell auch wirtschaftliche Vorteile. Leitstellentechnik muss üblicherweise alle fünf bis sieben Jahre erneuert werden – bislang vielfach an verschiedenen, einzelnen Standorten parallel und damit teuer. In den kommenden Jahren ohnehin anstehende Erneuerungen sollen nun genutzt werden, um die Leitstellenverbünde aufzubauen.

Durch gemeinsame Investitionen, zentralisierte IT‑Betreuung und die standortübergreifende Nutzung von Raum‑ und Personalressourcen im Verbund werden Beschaffung und Verfahren künftig effizienter. Auch bei Personalgewinnung und -entwicklung bringt der Verbundansatz Vorteile: Arbeitsplätze bleiben vor Ort erhalten, die Dienstplanung wird flexibler und die zusätzliche berufsbegleitende Qualifikation zum Leitstellendisponenten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter attraktiver.

Besonders in Krisensituationen – etwa bei Naturkatastrophen, extremen Wetterlagen oder hybriden Angriffen – zeigt sich der Wert einer robusten Leitstellenstruktur. Durch echte Georedundanz, also ein Netzwerk aus mehreren vollvernetzten Standorten und klaren Verbundmechanismen, kann der Betrieb auch unter außergewöhnlicher Belastung vollständig aufrechterhalten werden. Damit leistet das Visionspapier einen wesentlichen Beitrag zu einem krisenfesten Baden-Württemberg.

Der Appell: Das Land muss mitgestalten

Die beteiligten Partner sind überzeugt: Nur eine gemeinsam entwickelte Leitstellenstruktur kann den steigenden Anforderungen gerecht werden. Das gemeinsame Visionspapier ist ein Appell an das Land – und eine Einladung zur Gestaltung der Zukunft der Leitstellen. Sie erwarten, dass das Land Baden-Württemberg die notwendigen Rahmenbedingungen schafft und die Weiterentwicklung aktiv begleitet.

Das Visionspapier wurde von einer gemeinsamen Arbeitsgruppe aus den beiden DRK-Landesverbänden in Baden-Württemberg, dem Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg, dem Landkreistag Baden-Württemberg, dem Städtetag Baden-Württemberg, der AOK Baden-Württemberg, der IKK classic sowie dem Verband der Ersatzkassen, vdek-Landesvertretung Baden-Württemberg erarbeitet.

 

Kontakte:

DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz, Karin Bundschuh, Tel.: 0761 88336-610, karin.bundschuh@drk-baden.de
DRK-Landesverband Baden-Württemberg, Udo Bangerter, Tel.: 0711 5505 136, u.bangerter@drk-bw.de
Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg, Pia Hemme, Tel.: 0711 12851612, p.hemme@fwvbw.de
Landkreistag Baden-Württemberg, Michael Schlichenmaier, Tel.: 0711 22462-28, presse@landkreistag-bw.de
Städtetag Baden-Württemberg, Christiane Conzen, Tel.: 0711 22921-48, christiane.conzen@staedtetag-bw.de
AOK Baden-Württemberg, Sebastian Bader, Tel.: 0711 652521488, sebastian.bader@bw.aok.de
IKK classic, Juliane Mentz, Tel: 0351 4292-281 450, presse@ikk-classic.de
Verband der Ersatzkassen, vdek-Landesvertretung Baden-Württemberg, Frank Winkler, Tel.: 0711 23954-19, frank.winkler@vdek.com

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