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Pressemitteilung vom 22.10.2015

Landkreistag gegen weitere Privatisierung der Abfallentsorgung Hauptgeschäftsführer Prof. Trumpp: "Kommunale Daseinsvorsorge darf nicht geschwächt werden!"

Stuttgart. „Mit dem vom Bundesumweltministerium vorgelegten Entwurf eines Wertstoffgesetzes soll die Privatisierung der Abfallentsorgung weiter vorangetrieben werden“, erklärte Prof. Eberhard Trumpp, Hauptgeschäftsführer des Landkreistags Baden-Württemberg, heute in Stuttgart. „Dies ist für uns inakzeptabel. Schon aus Gründen der Kundenfreundlichkeit und Verlässlichkeit gehört die Sammlung aller Wertstoffe aus privaten Haushalten, insbesondere auch die aus Kunststoffen und Metallen, zwingend in die Organisationsverantwortung der Kommunen“, betonte Trumpp. „Das Bundesumweltministerium macht den Bock zum Gärtner, wenn es die Wertstoffentsorgung vollends in die Hand der dualen Systeme gibt“, führte Trumpp weiter aus. Erst im letzten Jahr hätten die dualen Systeme kurz vor dem Zusammenbruch gestanden. Auch der ökologische Ertrag ihrer Tätigkeit sei wenig berauschend. „Der Bund darf im Abfallbereich nicht mehr das tote Pferd der dualen Systeme reiten, sondern muss auf die Kommunen setzen, wenn er wirklich an einer ökologischen und bürgerfreundlichen Wertstoffentsorgung interessiert ist“, unterstrich Trumpp. „Der nunmehr vorliegende Arbeitsentwurf für ein Wertstoffgesetz muss daher baldmöglichst zurückgezogen werden“, forderte Hauptgeschäftsführer Eberhard Trumpp.