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Pressemitteilung vom 3.4.2020

Gemeinsame Pressemitteilung von Landesverband Kindertagespflege, Landkreistag und Städtetag Baden-Württemberg - „Wir lassen Tagesmütter nicht im Stich!“ – Landkreistag und Städtetag verständigen sich mit dem Landesverband Kindertagespflege

Bis zum 20. April sind nicht nur Schulen und Kindergärten geschlossen; auch die Tagesmütter und -väter können ihre Schützlinge derzeit nicht betreuen. „Vor diesem Hintergrund erhielten wir vermehrt Anrufe von Tagespflegepersonen, die vor der Insolvenz stehen“, erklärte Christine Jerabek, Vorsitzende des Landesverbands Kindertagespflege Baden-Württemberg. „Wir haben uns daher gegenüber dem Land und den Kommunen vehement für eine Weitergewährung der Leistungen an die Tagespflegepersonen eingesetzt. Uns ging und geht es darum, dass die Kindertagespflege als System auch nach der Pandemie noch zur Verfügung steht.“

„Für uns war von Anfang an klar, dass wir die Tageseltern nicht im Stich lassen werden“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Landkreistags, Prof. Dr. Alexis von Komorowski. „Allerdings war zunächst ungewiss, in welchem Umfang sich das Land an der Unterstützung der Tageseltern beteiligt. Inzwischen hat Finanzministerin Edith Sitzmann hier für klare Verhältnisse gesorgt, wofür wir ihr dankbar sind“, betonte von Komorowski.

„Die Stadtkreise haben überwiegend vor Ort schnelle Lösungen gefunden und freuen sich, dass jetzt eine gemeinsame Linie mit dem Landesverband der Kindertagespflege vereinbart wurde“, ergänzt Gudrun Heute-Bluhm für den Städtetag.

Nachdem das Finanzministerium erklärt hat, dass sich das Land auch während der Schließzeiten an den Unterstützungsleistungen der Stadt- und Landkreise in Höhe von 68% beteiligen wird, werden Städtetag und Landkreistag ihren Mitgliedern nunmehr empfehlen, den Tagespflegepersonen für den vergangenen und diesen Monat mindestens 80% der bisherigen Geldleistungen weiterhin auszuzahlen. Soweit Tagespflegepersonen im Einzelfall Ansprüche aus dem Corona-Soforthilfe-Paket des Wirtschaftsministeriums zustehen, sind diese allerdings vorrangig in Anspruch zu nehmen.

„Der gefundene Kompromiss ist für die betroffenen Tagesmütter und -väter schmerzhaft“, betonte die Vorsitzende des Landesverbands Kindertagespflege, Christine Jerabek. „Wir konnten aber erreichen, dass Landkreistag und Städtetag ihre ursprüngliche Empfehlung nochmals deutlich nachgebessert haben.“